Frühlingsgefühle

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Walter Bieri - Editoral

Die längeren und wärmeren Tage locken auch die letzten Stubenhocker unter den Campingfreunden aus der warmen Stube. Manch einer liebäugelt vielleicht mit einem Fahrzeugwechsel. Dazu bieten die vielen Händlermessen gute Gelegenheiten, sich auf dem Markt zu orientieren. Durch die Änderung der Lebenssituation ist vielleicht eine Verkleinerung oder Vergrösserung des Fahrzeugs angesagt. 

Clevere schauen sich auf dem Zweithandmarkt um, denn hier hat es viele interessante Angebote, bei welchen der erste grosse Abschreiber bereits vollzogen ist.

Ein unerfreuliches Thema ist leider die Entwicklung bei den Campingplätzen. Im Zuge der Nachfolgeregelung gehen viele Plätze an Start-ups, welche auf hohe Renditen setzen und so dem Urgedanken des Campings – naturnahe und günstige Ferien – entgegenwirken. Nicht jeder benötigt Parzellen mit 100 oder mehr Quadratmetern mit Wasser- und Kanalisations- und Kabel-TV-anschlüssen. 

Auch habe ich auf meinen Bewertungstouren festgestellt, dass auf vielen Plätzen die schönsten Parzellen mit Bungalows belegt werden und so viele Campingplätze nach und nach zu Ferienhaussiedlungen werden.

Nachdenklich stimmen auch hochmotivierte Naturschützer, welche verlangen, dass Campings, welche jahrzehntelang problemlos existiert haben, rückgebaut werden müssen. So geschehen beim Camping Fanel in Gampelen, welcher sich problemlos in die Landschaft einfügt und nun weg muss. Aber der Badezugang bleibt weiterhin bestehen … Wo liegt da wohl der Sinn? Das gleiche Schicksal ereilt den Camping Auslikon, auf welchem man bis anhin naturnah und stromfrei die Ferien geniessen konnte. Auch hier soll das Baden weiterhin an der gleichen Stelle erlaubt bleiben.

Immer mehr Menschen wollen campieren, aber anstelle von mehr Stellplätzen für Wohnmobile und Campings für Zelte und Wohnwagen werden es weniger … 

Mit nachdenklichen Grüssen